Im Jahr 2017 traf ein Ehepaar, das gemeinsam als LKW-Fahrer unterwegs war, an einer Raststätte in Laredo, Texas, auf eine Katze, die nach Essen bettelte. Der Kater war scheu, aber der Mann lockte ihn mit einem Stück Hühnchen an und schaffte es, ihn zu fangen. Da sie ihn nicht zurücklassen wollten, nahmen sie ihn mit, obwohl sie nie zuvor eine Katze besessen hatten. Sie gaben ihm den Namen Grayson, und er ist seitdem ihr ständiger Begleiter auf Reisen. Die Frau sagte: „Er ist mein Ein und Alles, und ich bin so froh, dass wir ihm helfen konnten.“ Grayson war inzwischen in jedem US-Bundesstaat, außer Alaska und Hawaii.
Joerg Kuebelsbeck ist im Oktober 2021 nach einem Abend im Festzelt auf dem Heimweg vom Oktoberfest, als er kurz vor dem U-Bahnhof Schwanthalerhöhe eine Frau am Boden liegen sieht. Nun ist ein solcher Anblick im Umfeld der Wiesn, die Kritiker gerne als "größtes Besäufnis der Welt" bezeichnen, kein seltener Anblick. Und das ist wohl auch der Grund, weshalb die vorbeiströmenden Menschen die darniederliegende Frau ignorieren nicht ahnend, dass sie gerade um ihr Leben ringt.
Nicht so jedoch Joerg Kuebelsbeck. "Ich bin zu ihr hingegangen und habe gehört, wie sie geröchelt hat", erzählt der heute 48-Jährige. "Da war mir klar, dass sie nicht betrunken ist, sondern etwas Ernstes hat." Kuebelsbeck reagiert daraufhin sofort: Er bringt die Frau in Seitenlage, überstreckt ihren Kopf und entdeckt dabei, "dass ihre Zunge nach innen geschlagen war".