Heute Morgen bin ich aufgewacht – und wer lag da zusammengekugelt in meinem Bett? Ein streunender Kater! Aber es war nicht irgendeiner – es war Sam.
Sam ist ein lieber Streuner, der mich fast jeden Abend besucht. Er wartet meistens brav vor der Seitentür, kommt rein, frisst ein bisschen, legt sich aufs Sofa für ein Nickerchen und verschwindet dann wieder in die Nacht.
Aber letzte Nacht war alles anders. Ein heftiger Sturm zog auf – Regen, Wind, das volle Programm. Ich war kurz draußen am Auto, als ich plötzlich ein klägliches Miauen die Straße runter hörte. Ich rief nach Sam – und tatsächlich: da kam er, komplett durchnässt, zitternd, völlig fertig.
Ich ließ ihn sofort rein, trocknete ihn ab, machte ihn sauber und gab ihm was zu essen. Nach ein paar Stunden zog er wieder los. Alles schien wie immer...
Doch um 5 Uhr früh, als ich aufwachte, spürte ich plötzlich einen Fellball neben mir. Halb verschlafen streichelte ich ihn – er miaute zurück. Ich machte das Licht an: SAM lag bei mir im Bett!
Er hatte sich wohl still und heimlich nochmal reingeschlichen, nachdem der Sturm über Nacht die Haustür aufgedrückt hatte.
Bevor ich zur Arbeit musste, saß ich noch kurz auf dem Sofa. Und Sam? Er kam, legte sich an mein Bein – als wollte er sagen: "Danke, dass ich hier sein darf."
Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte…
So beginnt der bewegende Rückblick von Erma Bombeck, geschrieben, als sie wusste, dass sie an Krebs sterben würde. Ihre Worte – ehrlich, verletzlich und voller Erkenntnis – berühren bis heute Millionen Menschen.
Wenn ich noch einmal von vorn anfangen dürfte,
würde ich krank im Bett bleiben, anstatt so zu tun, als würde sich die Welt ohne mich nicht weiterdrehen.
Ich würde die rosafarbene Kerze in Rosenform anzünden, bevor sie im Schrank verstaubt.
Ich würde mehr zuhören – und weniger reden.
Ich würde Freunde einladen, auch wenn der Teppich Flecken hat oder das Sofa verblasst ist.
Ich würde im „guten“ Wohnzimmer Popcorn essen und mir keine Sorgen um Krümel machen, wenn jemand das Feuer im Kamin entfachen möchte.
Ich würde mir mehr Zeit nehmen, meinen Großvater über sein Leben sprechen zu lassen – und wirklich zuhören.
Ich würde meinem Mann öfter Aufgaben abnehmen.
Ich würde die Autofenster im Sommer offen lassen – auch wenn meine Frisur ruiniert wird.
Ich würde mich ins Gras setzen, auch wenn es Flecken gibt.
Ich würde seltener über das Fernsehprogramm lachen oder weinen – und dafür öfter über das echte Leben.
Ich würde nichts mehr nur deshalb kaufen, weil es praktisch ist oder eine lebenslange Garantie hat.
Ich würde die Schwangerschaft nicht einfach "hinter mich bringen" wollen, sondern jeden Tag dieses kleinen Wunders bewusst erleben – als stiller Helfer bei einem göttlichen Werk.
Wenn meine Kinder mich heute spontan küssen würden,
würde ich nie mehr sagen: „Später. Wasch dir erst die Hände.“
Ich würde öfter sagen „Ich hab dich lieb“ – und seltener „Tut mir leid“.
Wenn ich eine zweite Chance hätte, würde ich jeden Moment bewusst wahrnehmen.
Ich würde innehalten, hinschauen, spüren – statt immer nur weiterzumachen.
Also:
Hören wir auf, uns über Kleinigkeiten aufzuregen.
Hören wir auf, uns zu vergleichen oder zu fragen, wer uns nicht mag.
Fangen wir an, das zu schätzen, was wir haben – und die Menschen, die uns lieben.
Lasst uns dankbar sein für das, womit das Leben uns gesegnet hat.
Und jeden Tag ein kleines Stück besser werden – im Herzen, im Geist und in der Seele.