Ein Mann kommt aufs Polizeirevier.
"Herr Wachtmeister, man hat mir
mein Fahrrad gestohlen", sagt er.
"War es denn noch in Ordnung?",
will der Polizist wissen.
"Nein, nicht ganz", sagt der Mann.
"Schon ziemlich als und klapprig,
aber es konnte noch fahren."
"Hatte es noch eine Klingel?"
"Nein, die war schon ab."
"Und das Licht und die Bremsen -
hat beides funktioniert?", fragt
der Polizist.
"Nein, nicht mehr richtig", sagt
der Mann.
Der Polizist lächelt ihn an.
"Wunderbar, das macht dann
50 Euro Strafe!"
Meine Tochter hat unseren Nachbarn, die über uns wohnen, älteres Ehepaar, ohne Kinder, vor bestimmt zehn Jahren ein Holzschild gebastelt und geschenkt. Das haben sie damals im Flur neben ihre Tür gehängt. Jetzt war ich gerade oben, da DHL ein Paket für sie hier abgegeben hat und habe gesehen, dass das Schild immer noch da hängt.
Jedes mal, wenn ich sehe, wie wert-
schätzend sie mit dem Geschenk um-
gehen, wird mir warm ums Herz und meiner Tochter, mittlerweile 20, auch.
Im Dezember 2014 in Truro, England, veränderte ein einziger Moment das Leben von Andreas Christopheros für immer. Als der 48-Jährige an einem ruhigen Nachmittag die Tür öffnete, stand dort ein Fremder, der ihm sofort Schwefelsäure ins Gesicht schüttete. Die Säure ließ seine Kleidung sofort zerfallen und seine Haut schmolz. Während seiner eigenen Schreie hörte er den Angreifer noch murmeln: "Das ist für dich, Kumpel."
Die schreckliche Wahrheit: Es handelte sich um eine verhängnisvolle Verwechslung. Der Anschlag galt nicht ihm, sondern einem Mann, der im falschen Haus vermutet wurde.
Obwohl die Ärzte bezweifelten, dass Christopheros die Nacht überleben würde, kämpfte er sich durch. Chirurgen rekonstruierten 90 % seines Gesichts mit Hauttransplantationen von seinen Beinen, seinem Nacken und seiner Kopfhaut. Trotz unvorstellbarer Schmerzen und mehrfacher Verluste seiner Augenlider weigerte sich Christopheros, sich zum Opfer machen zu lassen. Er trägt zwar lebenslange Narben, doch er entscheidet sich jeden Tag aufs Neue, dass der Hass eines anderen Menschen ihn nicht zum Schweigen bringen oder brechen wird. Seine Geschichte ist ein starkes Zeugnis von Mut und menschlicher Widerstandskraft.