Der Student verbringt seine
Nachmittage vorwiegend damit,
im Keller chemische Substanzen zu mischen. Eines Tages kommt der Vater hinunter, als der Sohn gerade etwas in die Wand schlägt.
"Stefan, klopf doch bitte
keine Nägel in die Wand."
"Das ist kein Nagel, Dad. Das ist ein Wurm. Ich habe eine Salbe entwickelt, die alle Dinge hart wie Stein macht."
"Weißt du was, Sohn", meint der Vater mit plötzlichem Interesse, "gib mir die Salbe, und ich kauf dir ein Auto."
Als Stefan am nächsten Tag von der Uni kommt, stehen zwei nagelneue Autos in der Einfahrt.
"Dad, wozu die Autos?", fragt er. "Oh, die sind beide für dich, mein Sohn. Der Golf ist von mir - und der Mercedes von deiner Mutter."
In dem Moment, in dem du wütend deine „blöden“ Autoschlüssel suchst, dich über den „blöden“ Job, den Regen und den Chef aufregst –
findet irgendwo auf der anderen Seite der Welt jemand ein Stück Brot… und summt leise vor Dankbarkeit.
Er schläft unter dem gleichen Himmel wie du –
doch statt zu schimpfen, betet er einfach nur, noch einen Tag erleben zu dürfen.
Um aufzuwachen. Zu lächeln. Und vielleicht wieder die Sterne zu sehen.
Die Welt war schon immer geteilt: arm und reich, klug und töricht, bescheiden und verschwenderisch.
Aber eigentlich sollten wir Menschen nur in zwei Gruppen einteilen:
Die, die jeden Atemzug schätzen – in sich selbst und in anderen – weil sie leben wollen.
Und jene, die achtlos und undankbar durchs Leben gehen,
den Wert des Daseins vergessen – und dabei sich selbst und andere zerstören.