Eine junge, sehr attraktive Dame kommt in einer Bar von der Toilette und ruft den Barkeeper zu sich. Er kommt zu ihr und sofort beginnt sie, ihm über die Wange zu streicheln. "Sind Sie hier der Geschäftsführer?", fragt sie und krault ihm genüsslich den Bart.
"Nein", erwidert er leise.
Sie beginnt, ihm mit beiden Händen
durchs Haar zu streichen: "Ist er denn
zu sprechen?"
Der Barkeeper beginnt langsam, die Situation zu genießen und antwortet: "Nein, er ist leider nicht da."
Sie streicht ihm mit der Spitze ihres Zeigefingers über die Lippen und meint: "Ich müsste ihm aber dringend einmal etwas sagen."
Er starrt sie nur wortlos an und kann sein Glück kaum fassen. Die Dame meint: "Könnten Sie ihm denn von mir etwas ausrichten?", und schiebt ihm den Finger schließlich in den Mund, worauf er beginnt, genüsslich daran zu saugen. Er kann nur nicken.
"Gut", meint sie. "Dann sagen sie ihm
doch bitte, dass die Seife auf der Damen-
toilette schon wieder mal alle ist."
Ein junger Mann vom Dorf kommt zum ersten Mal nach Berlin und nimmt sich ein Taxi. Es ist ein Mercedes. Nach einer Weile fragt der junge Mann, was das vorne auf der Motorhaube wäre, und deutet auf den Mercedes-Stern. Der Taxifahrer beschließt, ihn etwas zu veräppeln, und erklärt, dies sei eine Zielvorrichtung, um Rentner zu überfahren, weil es in Berlin zu viele davon gäbe. Für jeden überfahrenen Rentner gäbe es 500 Euro Prämie. Als nun gerade ein Rentner über die Straße geht, hält der Taxifahrer darauf zu, reißt aber im letzten Moment das Lenkrad rum und fährt an dem Rentner vorbei. Da hört er hinten einen dumpfen Schlag. Plötzlich ruft der junge Mann: "Also, Rentner jagen müssen Sie aber noch üben - wenn ich nicht im letzten Augenblick die Tür aufgemacht hätte, hätten wir den bestimmt
verpasst."
Ich bin ein Hund des 21. Jahrhunderts.
Ich sehe gut aus, ich bin aufmerksam, intelligent, treu. Man nennt mich Familienhund, Sofahund, Begleiter.
Aber tief in mir lebt noch immer der Hund, der über Generationen gezüchtet wurde, um zu arbeiten, zu jagen, zu beschützen, zu führen. Ich trage das Erbe meiner Vorfahren in mir – mit all den Instinkten, die dazugehören.
Viele Menschen holen sich Hunde wie mich, weil ihnen mein Aussehen gefällt. Meine blauen Augen, mein glänzendes Fell, meine süße Schnauze. Doch sie vergessen, was in mir steckt – was ich wirklich brauche.
Man holt mich ins Haus, und dann soll ich ruhig sein. Ich soll mich mit einem kurzen Gassigang am Morgen zufriedengeben und danach acht bis zehn Stunden allein bleiben – ohne Aufgabe, ohne Kontakt, ohne Bewegung.
Wenn du abends nach Hause kommst, sehe ich dich nur für eine kurze Zeit. Mein Tag war leer, still und einsam. Und während du glaubst, ich habe es gemütlich, war ich innerlich unruhig, gelangweilt, frustriert.
Vielleicht belle ich, vielleicht zerstöre ich Dinge, vielleicht mache ich in die Wohnung. Vielleicht sitze ich einfach nur still da – traurig, apathisch, gebrochen.
Du meinst es gut. Aber du verstehst mich nicht.
Ich bin kein Stofftier. Ich bin kein Deko-Objekt. Ich bin ein lebendes Wesen mit Bedürfnissen. Ich will rennen, lernen, erleben, schnüffeln, graben, arbeiten. Ich will Teil deiner Welt sein – aktiv. Ich will nicht einfach „funktionieren“, ich will leben.
Wenn du mich wirklich liebst – dann denk gut nach, bevor du mich in dein Leben holst.
Wenn du mich nur wegen meines Aussehens willst, aber nicht bereit bist, meinen Charakter, mein Temperament und mein Erbe zu akzeptieren – dann tu es bitte nicht.
Ich bin ein Hund des 21. Jahrhunderts.
Aber in meinem Herzen lebt noch immer der Jäger, der Schlittenzieher, der Hütehund, der Kämpfer, der Helfer. Und alles, was ich mir wünsche, ist ein Leben, das diesem Wesen gerecht wird.
Denk gut nach – für mich. Und wenn du kannst: hol lieber zwei von uns. Damit wir nie ganz allein sind, wenn du weg bist. Denn deine acht Stunden Arbeit sind für mich eine Ewigkeit.