Eine alte Frau will in einem Hotel
übernachten. An der Rezeption
erkundigt sie sich, ob noch ein
Zimmer frei ist.
"Ja, ein Zimmer haben wir noch",
sagt der Rezeptionist. "Aber leider
nur das, in dem der Geist mit dem
blauen Auge wohnt."
Die ältere Dame sagt: "Ist
kein Problem, ich nehme es."
Als sie gerade das Zimmer bezogen
hat, hört sie plötzlich ein
schreckliches Heulen, gefolgt von
einer tiefen, dunklen Stimme.
"Huuuuuh, ich bin der Geist mit
dem blauen Auge!"
Sagt die alte Frau: "Halt
bloß die Klappe, sonst hau‘
ich dir ein zweites!"
Er hat sie ihr ganzes Leben lang begleitet – bei ihren ersten Schritten, bei jedem Sturz, bei jedem Lächeln.
Für ihn wird sie immer sein kleines Mädchen bleiben, auch wenn heute ein anderer Mann ihre Hand hält.
Der Tag ihres Abschieds beginnt mit einem Knoten im Hals.
Zwischen Stolz und Unsicherheit steht er da, versucht, stark zu wirken, obwohl ihm das Herz schwer ist.
Denn heute lässt er sie los – ein Stück weit.
Nicht weil er muss, sondern weil er sie liebt.
Er weiß: Sie beginnt ein neues Kapitel.
Und obwohl ihm der Gedanke weh tut, dass sie nicht mehr jeden Abend nach Hause kommt, lächelt er.
Weil er in ihren Augen das gleiche Strahlen sieht wie früher – nur reifer, voller Hoffnung.
Und als er sie zum Altar führt, spürt er es:
Er verliert sie nicht.
Er gewinnt einen neuen Platz in ihrem Leben – als Vater, der mit Liebe loslässt.