Der Wirt ist unglaublich stark
und protzt auch ganz gerne damit.
So kommt es, dass er einen
Preis ausgesetzt hat:
Wenn jemand aus einer Zitrone
einen Tropfen Saft mit den Händen
herauspresst, die er zuvor gequetscht hat, dann kriegt derjenige 500 Euro.
Schon viele haben es versucht,
Gewichtheber, Bodybuilder und so
weiter, aber keiner hat es je geschafft.
Eines Tages kommt ein kleiner,
unscheinbarer Mann daher und
erkundigt sich nach den Bedingungen des Wettbewerbs.
Er kriegt die Regeln erklärt, nimmt
die Zitrone und ohne mit der Wimper
zu zucken, holt er aus ihr noch
fünf Tropfen raus. Das Publikum
um ihn herum, welches ihn zuerst
ausgelacht hat, applaudiert und johlt, und der Wirt zahlt den Mann aus.
Aber nicht, ohne ihn zu fragen,
was er beruflich mache; woher
er solche Kräfte besitze:
" Ich arbeite beim Finanzamt."
Schachgroßmeisterin Anna Muzychuk über die Weigerung, in Saudi-Arabien zu spielen.
Wir sollten alle mehr wie Anna sein.
"In wenigen Tagen verliere ich zwei Welttitel, einen nach dem anderen.
Weil ich beschlossen habe, nicht nach Saudi-Arabien zu gehen.
Ich weigere mich, nach besonderen Regeln zu spielen, Abaya zu tragen, von einem Mann begleitet zu werden, damit ich aus dem Hotel rauskomme, damit ich mich nicht wie eine zweitklassige Person fühle.
"Ich werde meinen Prinzipien folgen und nicht an der schnellen Schach- und Blitz-Weltmeisterschaft teilnehmen, bei der ich in nur fünf Tagen mehr Geld hätte verdienen können als mit Dutzenden anderer kombinierter Turniere. Das ist alles sehr unangenehm, aber das Traurige daran ist, dass es niemanden zu interessieren scheint. Bittere Gefühle, aber ich kann nicht zurück. "
Anna Muzychuk