Tausche Ehemann gegen fast alles
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Zustand: Gebraucht, 53 Jahre alt, funktioniert noch größtenteils.
Was er kann: Atmen, Auf dem
Sofa liegen, "Mhm" sagen wenn ich rede, Fernsehen (Profi-Level).
Was er NICHT kann: Zuhören
(sagt er schon, hab ich nicht gehört), Müll rausbringen ohne Erinnerung, Irgendwas finden das vor seiner Nase liegt.
Tausche gegen: Funktionieren-
den Staubsauger, Ruhe, Einen Hund (der hört wenigstens), Gute Angebote.
Nicht tauschen gegen: Anderen
Ehemann (hab gelernt).
Chiffre 9182.
PS: Das ist ein Scherz. Wahrscheinlich. Fragen Sie nächste Woche nochmal.
Am 20. Mai 1999 stürzte die 29-jährige Medizinstudentin Ana Bogenholm in Nordnorwegen bei Narvik in einen eiskalten Bach und wurde unter einer geschlossenen Eisdecke mitgerissen. Unter dem Eis fand sie eine kleine Luftblase, in der sie etwa 40 Minuten lang irgendwie weiteratmen konnte, bevor ihr Körper der Kälte nachgab und ihr Herz stehen blieb.
Erst nach insgesamt rund 80 Minuten konnten Retter sie bergen – ohne Puls, ohne Atmung, klinisch tot, bei einer Körpertemperatur von nur 13,7 °C. In Tromsø entschied ein Ärzteteam trotzdem weiterzukämpfen, nach dem Grundsatz: Niemand gilt als tot, bevor er nicht aufgewärmt ist und dann noch immer tot ist. Über eine Herz-Lungen-Maschine wurde ihr Blut außerhalb des Körpers erwärmt und mit Sauerstoff versorgt, dann langsam zurückgeführt.
Nach stundenlangem Wiederaufwärmen begann ihr Herz bei etwa 30 °C wieder zu schlagen – nach fast neun Stunden. Sie überlebte ohne schwere Hirnschäden, hatte "nur" Nervenschäden an Händen und Füßen, erholte sich, beendete ihr Studium und arbeitete später sogar als Radiologin in genau dem Krankenhaus, das ihr Leben gerettet hatte. Ihr Fall veränderte die Notfallmedizin: Extreme Unterkühlung kann Zeit schenken – und manchmal ist es eben nicht das Ende, sondern der Anfang.