Im wilden Westen will sich ein
Wanderprediger einen Gaul kaufen, um die Wilden zu missionieren. Er geht zu einem Pferdehändler und schildert ihm seinen Fall.
Da meint der Verkäufer:
"Da haben wir ein Pferd, ideal, wie für Sie gemacht. Auf das Kommando 'Gott sei Dank' läuft es los, bei 'Amen' bleibt es stehen."
Der Prediger ist ganz begeistert und macht gleich einen Proberitt: "Gott sei Dank."
Das Pferd läuft los. Aus der Stadt raus und über die Prärie geht alles gut, bis das Pferd genau auf eine Schlucht zu galloppiert. Der Priester hat das Kommando zum Anhalten vergessen, er zerrt am Zügel, probiert alles, nichts hilft.
In letzter Verzweifelung fängt er an zu beten: "Vater unser im Himmel, ... Dein Wille geschehe - Amen."
Das Pferd hält beim "Amen" an, genau einen Meter vor der Schlucht.
Der Priester wischt sich den Angst-
-schweiß von der Stirn und sagt:
"Gott sei Dank."
Eine wohlhabende alte Dame geht auf eine Fotosafari in Afrika. Damit sie nicht allein ist, nimmt sie ihren treuen Dackel mit. Eines Tages jagt der Dackel einigen Schmetterlingen nach und verläuft sich.
Während er ziellos herumwandert, entdeckt er, daß ein Leopard auf ihn zurast, offensichtlich hungrig.
"Au weia", denkt der Dackel, "jetzt gibt's Ärger!"
Da sieht er ganz in der Nähe auf dem Boden einige Knochen liegen.
Schnell setzt er sich daneben und beginnt auf den Knochen zu kauen, mit dem Rücken zum nahenden
Leopard. Gerade als der zum Sprung ansetzt, sagt der Dackel laut: "Mann, das war ein leckerer Leopard.
Ich frage mich, ob's hier noch mehr
davon gibt."
Der Leopard hört das und bremst sofort ab, bekommt's mit der Angst und schleicht sich in den Busch. "Puh", sagt er zu sich, "das war
knapp. Fast hätte mich der Dackel erwischt."
Ein Affe hat den Vorfall von einem Baum in der Nähe beobachtet und überlegt, wie er ihn zu seinem Vorteil nutzen kann, indem er den Dackel beim Leoparden verpfeift.
Und schon zieht er los.
Der Dackel hat aber gesehen, wie der Affe dem Leoparden folgt und denkt sich, daß da was im Busch ist.
Kurz danach holt der Affe den
Leoparden ein, verrät den Dackel und schmeichelt sich damit beim Leoparden ein.
Der ist stinksauer, weil ihn der Dackel veräppelt hat, und sagt: "Komm, Affe, spring auf meinen Rücken, ich zeig dir, wie's so einem Mistköter ergeht."
Nun sieht der Dackel, daß der
Leopard mit dem Affen auf dem
Rücken zurückkommt, und er
überlegt, was er bloß machen soll.
Aber anstatt wegzurennen, setzt sich der Dackel wieder hin und wendet dem Angreifer den Rücken zu, als hätte er ihn noch nicht gesehen.
Gerade als der Leopard nahe genug ist, hört er, wie der Dackel sagt:
"Wo bleibt der verfluchte Affe?
Ich habe ihn schon vor einer halben Stunde losgeschickt, mir noch einen Leoparden zu holen...."