Ich habe meinen Chef-Job gekündigt und kümmere mich ab morgen hauptberuflich um mein Kind.
Diese Entscheidung hört sich hart an, denn ich gebe eine tolle Stelle als Chef des WELT-Social- und WELT-kmpkt-Autorenteams einfach so ab. Trotzdem ist mir die Entscheidung leichtgefallen.
Weil ich gesehen habe, wie sehr meine fantastische Frau in ihrer Arbeit aufgeht und ich ihr gerne den Rücken für ihre Karriere freihalte. Weil meine Teams auch ohne mich großartig für die Zukunft aufgestellt sind. Weil wir das Glück haben, aktuell mit einem Gehalt durchkommen zu können. Weil ich während meiner Elternzeit erlebt habe, wie erfüllend es sein kann, Vollzeitpapa zu sein.
Weil uns das Leben, so wie es in den letzten Monaten für unsere kleine Familie war, nicht erstrebenswert schien: Zwei Eltern in Vollzeitjobs mit Personalverantwortung, ein kleines Kind mit Abo auf alle neuen Kitaviren und keine Großeltern, Onkels oder Tanten in der Nähe - das waren zu viele Kompromisse, das waren viel zu viele Tage, an denen es nur ums Überstehen ging.
Die durchweg positiven, zum Teil überschwänglichen und oft auch erstaunten Reaktionen haben mir gespiegelt, dass der Job des (temporären) Stay-at-home-Dads auch 2023 noch nicht als ganz normal angesehen wird. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, das auch hier öffentlich zu teilen und meine Entscheidung sichtbar zu machen.
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Dies ist meiner Meinung nach die wertvollste Szene aus "Kevin", die trotz der vielen Jahre immer noch aktuell ist. Wir bleiben in Meinungsverschiedenheiten, Konflikten, wir vergeben nicht, wir bestehen auf Kleinigkeiten, nur um unseren Standpunkt zu vertreten. Wie viele Beziehungen sind für immer zerbrochen, nur weil wir es nicht gewagt haben, uns zu entschuldigen oder zu vergeben? Und wie oft vermissen wir jemanden, von dem wir uns aufgrund eines Streits über etwas, das gar nicht mehr wichtig ist, getrennt haben?