Joerg Kuebelsbeck ist im Oktober 2021 nach einem Abend im Festzelt auf dem Heimweg vom Oktoberfest, als er kurz vor dem U-Bahnhof Schwanthalerhöhe eine Frau am Boden liegen sieht. Nun ist ein solcher Anblick im Umfeld der Wiesn, die Kritiker gerne als "größtes Besäufnis der Welt" bezeichnen, kein seltener Anblick. Und das ist wohl auch der Grund, weshalb die vorbeiströmenden Menschen die darniederliegende Frau ignorieren nicht ahnend, dass sie gerade um ihr Leben ringt.
Nicht so jedoch Joerg Kuebelsbeck. "Ich bin zu ihr hingegangen und habe gehört, wie sie geröchelt hat", erzählt der heute 48-Jährige. "Da war mir klar, dass sie nicht betrunken ist, sondern etwas Ernstes hat." Kuebelsbeck reagiert daraufhin sofort: Er bringt die Frau in Seitenlage, überstreckt ihren Kopf und entdeckt dabei, "dass ihre Zunge nach innen geschlagen war".