1938 war Hilde Back erst sechzehn – und in Deutschland wurde ihr die Zukunft vor der Nase zugeschlagen. Als jüdisches Mädchen verlor sie durch die Nürnberger Gesetze Rechte, Schule, Sicherheit. Dann half ein Unbekannter ihrer Familie mit Geld zur Flucht. Hilde schaffte es 1940 nach Schweden. Ihre Eltern nicht. Sie sah sie nie wieder.
Sie lebte weiter, wurde Erzieherin, führte ein ruhiges Leben – aber sie vergaß nie, was ein einziges Stück Menschlichkeit bedeuten kann.
Jahrzehnte später, in den 1970ern, übernahm sie deshalb eine Patenschaft für die Ausbildung eines Kindes. Etwa 15 Dollar im Monat. Der Junge hieß Chris Mburu, wuchs in einem armen Dorf in Kenia auf – klug, aber ohne Chance. Durch Hilde konnte er zur Schule gehen, studieren, und schaffte es schließlich bis nach Harvard.
Und Chris tat etwas, das Hilde niemals erwartet hätte: Er machte aus ihrer Hilfe ein Programm für viele. Er gründete den „Hilde Back Education Fund“, damit auch andere Kinder diese eine Tür bekommen, die ihm geöffnet wurde. Als sie sich später begegneten, trafen sich nicht „Spenderin und Empfänger“, sondern zwei Lebenswege, die sich durch ein kleines Ja zur Menschlichkeit verbunden hatten.
Die ganze Geschichte ist ein Beweis dafür, wie weit eine kleine Tat tragen kann: Du musst nicht reich sein, um die Welt zu verändern. Manchmal reichen 15 Dollar im Monat – und ein Herz, das nicht wegschaut.
Während der Großen Depression in den 1930er und 1940er Jahren litten viele ländliche Familien in Amerika, insbesondere in landwirtschaftlichen Gemeinschaften wie Kansas, unter großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Viele Familien konnten sich keinen Stoff für Kleidung leisten und begannen daher, Mehl- und Futtersäcke aus Baumwolle zu verwenden, um daraus Kleidung für ihre Kinder zu nähen.
Als die Besitzer der Mühlen dies bemerkten, begannen sie, geblümte oder gemusterte Stoffe für die Säcke zu verwenden, damit die Familien ansehnlichere Materialien hatten. Außerdem wurden die Etiketten so gedruckt, dass sie leicht ausgewaschen werden konnten, sodass der Stoff ohne sichtbare Marken wiederverwendet werden konnte. Diese Geste wurde als ein Akt der Freundlichkeit angesehen und gab den Familien, die in schweren Zeiten kämpften, etwas Würde.
Diese Praxis wurde weit verbreitet und ist ein bemerkenswerter Teil der amerikanischen Geschichte während dieser Zeit.
Charlie Chaplin finanzierte seinen Film "Der große Diktator" aus dem Jahr 1940 tatsächlich selbst. Der Film war eine satirische Komödie, die Adolf Hitler und das Nazi-Regime zu einer Zeit kritisierte, als derartige Kritik höchst umstritten war. Viele Hollywood-Studios zögerten, den Film zu unterstützen, weil sie sich um ihre finanziellen Verbindungen zu Deutschland und die möglichen negativen Reaktionen auf Kritik an der Nazi-Regierung sorgten, die damals noch eine bedeutende internationale Macht war.
Trotz der fehlenden Unterstützung durch die Studios war Chaplin entschlossen, den Film zu drehen, da er davon überzeugt war, dass es wichtig war, seine Plattform zu nutzen, um sich gegen den Faschismus auszusprechen. "Der große Diktator" wurde zu einem von Chaplins meistgefeierten Werken. Es war sein erster echter Tonfilm und gilt als Meilenstein sowohl der Filmgeschichte als auch der politischen Satire. Der Film war nicht nur ein kommerzieller Erfolg, sondern erhielt auch viel Lob von den Kritikern und wurde für mehrere Oscars nominiert.