Die sehr früh aufgestandene und sehr gut gelaunte Ordensvorste-
-herin eines Klosters beschließt,
jede der Nonnen in ihrer Zelle zu besuchen.
"Guten Tag, Schwester Marie-
-Josepha, Sie sehen heute sehr gut aus und was Sie weben ist wunderhübsch!"
"Vielen Dank, ehrwürdige Mutter, Sie sehen auch sehr gut aus. Ich habe aber das Gefühl, dass Sie heute beim Aufstehen die falsche Bettseite erwischt haben."
Die Ordensvorsteherin ist perplex, führt aber ihre Visite weiter.
"Guten Tag, Schwester Maria, Sie sehen heute sehr gut aus und was Sie sticken ist wunder-
-hübsch!"
"Vielen Dank, ehrwürdige Mutter, Sie sehen auch sehr gut aus. Ich habe aber das Gefühl, dass Sie heute beim Aufstehen die falsche Bettseite erwischt haben."
Die Mutter Oberin beißt sich auf die Lippen. Obwohl alle Nonnen dieselbe Bemerkung aussprechen, setzt sie ihre Inspektion fort.
Bei der fünfzehnten Nonne angelangt und total genervt, fragt sie:
"Guten Tag Schwester Nolla, seien Sie ehrlich: Finden Sie, dass ich heute Morgen beim Aufstehen die falsche Bettseite erwischt habe?"
"Ja, ehrwürdige Mutter..."
"Und wie kommen Sie darauf?"
"Sie haben Pater Emilio's Sandalen an..."
Ein älterer Mann in Mannheim ruft seinen erwachsenen Sohn in Hamburg an und sagt am Telefon:
"Ich hasse es, dir deinen Tag zu
verderben, aber ich muss dir mittei-
-len, dass deine Mutter und ich
dabei sind, uns scheiden zu lassen.
Fünfundvierzig Jahre Elend sind
einfach genug!"
"Vater, was redest du denn da",
schreit der Sohn entsetzt in den Hörer.
"Wir halten gegenseitig unseren
Anblick nicht mehr aus", sagt der alte Mann.
"Wir sind einander überdrüssig und es macht mich krank auch nur darüber zu erzählen. Also rufe deine Schwester in Frankfurt an und sag du es ihr", und er hängt auf.
Voller Bestürzung ruft der Sohn seine Schwester an, die bei der Nachricht explodiert: "Was um alles in der Welt, glauben sie denn? Sie wollen sich scheiden lassen? Warte, ich regle das!"
Augenblicklich ruft sie in Mannheim an und schreit den alten Vater an: "Ihr lasst euch NICHT scheiden, hörst du? Ihr tut nichts, bis ich da bin. Ich rufe gleich meinen Bruder zurück und wir werden beide morgen bei euch eintreffen. Bis dahin unternimmt ihr nichts, hast du mich verstanden?"
Während der alte Mann den Hörer auflegt, dreht er sich zu seiner Frau und sagt:"Sie kommen beide zu Weihnachten, Liebling und ihren Flug zahlen sie auch selber."