Drei alte Omas machen zusammen Urlaub in einer wunderschönen Villa. Eine der drei, 82 Jahre alt, will am Abend ein schönes Bad in der Wanne nehmen. Sie lässt sich Wasser ein, dann will sie in die Wanne steigen. Als sie mit der Fußspitze das Wasser berührt, ruft sie ihren Freundinnen zu: "Mädels, komme ich gerade aus der Wanne oder wollte ich gerade reinsteigen?" Die zweite Oma, 76 Jahre alt, ruft von unten: "Warte, ich komme mal hoch!" Sie läuft die Treppe hoch, bleibt plötzlich mitten auf der Treppe stehen. "Wollte ich gerade hochlaufen oder war ich auf dem Weg nach unten?" Die dritte hat alles mitbekommen und klopft auf den Holztisch im Wohnzimmer. "Hoffentlich werde ich nie so
vergesslich", sagt sie. Dann stockt sie kurz. "Mädels, es hat geklopft!"
1889 stirbt Anna Bissells Mann plötzlich an einer Lungenentzündung. Zurück bleibt sie mit fünf Kindern – und einer angeschlagenen kleinen Fabrik für Teppichkehrer, die kurz vor dem Bankrott steht. Die Banken sagen: "Verkaufen." Die Verwandten sagen: "Verkaufen." Eine Frau an der Spitze eines Unternehmens? Undenkbar.
Anna entscheidet sich anders: Sie übernimmt die Firma – nicht als Übergangslösung, sondern als Chefin. Sie sichert Patente, baut eine starke Marke auf, erobert mit Bissell-Teppichkehrern Europa und Amerika. Sogar im Buckingham Palace wird wöchentlich "gebissellt", weil Königin Victoria darauf besteht.
Gleichzeitig führt Anna Dinge ein, von denen Arbeiter damals nur träumen konnten: eine der ersten Betriebsrenten, Lohnfortzahlung bei Verletzungen, Urlaubstage. In der Wirtschaftskrise entlässt sie niemanden, sondern verteilt die Arbeit neu. Ihre Leute bleiben ihr ein Leben lang treu – kein einziger Streik in der Firmengeschichte.
Aus einer beinahe gescheiterten Fabrik macht Anna Bissell ein Weltunternehmen – als alle ihr sagten, sie solle leise verschwinden. Sie hat nicht nur Glasdecken zerbrochen, sie hat sie gründlich weggefegt.