Ein Ingenieur stirbt und kommt in die Hölle. Da es dort sehr heiß ist und er sich deshalb schrecklich fühlt, beschließt er etwas zu tun.
Die Klimaanlage ist schon seit langer Zeit kaputt, also repariert er sie. Schnell stellt sich eine
angenehme Temperatur ein, Die Motoren der Rolltreppen sind defekt, also bring er sie wieder in Ordnung. Nun können die Leute viel einfacher von einem Ort zum anderen gelangen.
Da Bild des Fernsehers sehr körnig und unscharf ist, repariert er die Verbindung zur Satellitenschüssel, weshalb sie nun hunderte Kanäle in HD empfangen können.
Eine Tages beschließt Gott, der Hölle einen Besuch abzustatten um zu sehen, wie sein großer Entwurf funktioniert. Dort angekommen bemerkt er, dass alle Leute glücklich sind und Cocktails schlürfen. Da fragt er den Teufel, was denn hier los sei. Der Teufel antwortet: "Hier unten läuft alles großartig, seit du uns diesen Ingenieur geschickt hast."
"Was?" sagt Gott. "Einen Ingenieur? Davon habe ich euch keinen geschickt!
Das muss eif Fehler sein. Schick ihn sofort nach oben!"
Der Teufel verneint: "Auf keinen Fall. Wir wollen unseren Ingenieur behalten. Wir mögen ihn!"
Gott erwidert: "Wenn du ihn nicht auf der Stelle zu mir schickst, dann verklage ich dich!"
Da muss der Teufel lachen. "Und wo genau willst Du einen Anwalt herbekommen?"
Ein Luxusdampfer verunglückt, doch die Rettungsboote reichen nicht.
Jeder bekommt eine Schwimmweste und soll springen, aber keiner traut sich. Die Crew ist verzweifelt.
Schließlich wird der Kapitän gerufen.
Dieser geht zu der Gruppe, die ängstlich an der Reling steht, und redet mit ihnen.
Dabei springt einer nach dem anderen ins Wasser. Als alle Passagiere von Bord sind, fragt der 1. Offizier den Kapitän, wie er die Leute denn überreden konnte.
"Na, ganz einfach", meint der. "Zu den Deutschen habe ich gesagt, es sei ein Befehl. Zu den Franzosen, es wäre patriotisch.
Den Japanern habe ich versprochen, dass springen gut für die Potenz wäre. Und den Italienern habe ich gesagt, springen sei verboten."
Lieber Sohn,
ich schreibe dir, damit du weißt, dass ich noch lebe. Ich schreibe langsam, weil ich weiß, dass du nicht schnell lesen kannst. Wenn du wieder einmal nach Hause kommst, wirst du unsere Wohnung nicht mehr erkennen. Wir sind nämlich umgezogen.
Sogar eine Waschmaschine war schon in der neuen Wohnung. Ich habe ein Dutzend Hemden hineingegeben und an der Kette gezogen. Die Hemden habe ich allerdings nicht wiedergesehen.
Vater hat die Stelle gewechselt. Er hat jetzt 500 Leute unter sich. Er mäht den Friedhofsrasen.
Letzte Woche ist Onkel Otto in einem Whisky-Fass ertrunken. Einige Männer wollten ihn retten, doch er leistete heftigen Widerstand. Wir haben ihn verbrennen lassen. Es hat drei Tage gedauert bis wir ihn gelöscht hatten.
Deine Schwester hat gestern ein Baby bekommen. Da wir nicht wissen, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist, kann ich dir nicht schreiben, ob du jetzt Onkel oder Tante geworden bist.
Letzte Woche hat es nur siebenmal geregnet, zuerst drei Tage, dann vier. Es hat so gedonnert, dass unser Huhn viermal das selbe Ei gelegt hat.
Ich schicke dir auch noch die Weste, die du sicher vermissen wirst. Die Knöpfe habe ich abgetrennt, um das Gewicht und das Porto zu vermindern. Sie stecken in der oberen Tasche rechts.
Am Dienstag sind wir alle gegen Erdbeben geimpft worden.
In Liebe.
Deine Mutter.
P. S.: Ich wollte dir noch Geld mitschicken, aber ich hatte den Brief schon zugeklebt.