Ein altes Mütterlein trifft sich einmal die Woche mit ihren Freundinnen zum Kaffee-Klatsch.
Es ist so üblich, dass jede der Freundinnen einmal eine Mehlspeise mitbringt und diesmal ist das Mütterlein dran.
Sie gibt sich viel Mühe und macht einen schönen Guglhupf.
Als sie fertig ist, packt sie ihn in Staniol ein und macht sich auf den Weg.
Da der Weg aber lang und beschwerlich ist, nimmt sie eine Abkürzung, die über den dortigen Friedhof führt.
Wie es der Teufel so will stolpert sie am Friedhof und der Gugelhupf fliegt im hohen Bogen in ein offenes Grab.
Das Mütterlein ist völlig verzweifelt. Sie sinkt neben dem Grab hin und beginnt zu weinen. "Jetzt liegt der a do drin!"
Der Pfarrer kommt vorbei und sieht wie das Mütterlein am Grab kniet und weint. So geht er zu ihr hin und fragt "Jo, Muaterl, was ist denn?"
"Jetzt liegt der a do drin!" schluchzt sie, "So an guatn krieg i nimma!"
"Aber jo, Muaterl, wirst schon sehen, wird scho ana kumma!"
"Oba kana mit 6 Eier!"
Letztens habe ich mich mal wieder mit meinen Freundinnen getroffen. Ich versprach meinem Mann, dass ich um Punkt 24 Uhr wieder zu Hause sein würde. Aber wie das so ist, zwischen Cocktails, Tanz und Flirt vergaß ich die Zeit.
Und ich kam erst um 3 Uhr morgens zu Hause an . . . und das komplett betrunken! Als ich zur Tür hereinkam, fing gerade der Kuckuck in der Kuckucksuhr an, dreimal "Kuckuck" zu rufen.
Erschrocken stellte ich fest, dass der Kuckuck meinen Mann aufwecken könnte, und so fing ich an, neunmal "Kuckuck" zu rufen. Zufrieden und stolz, in meinem Zustand noch einen so guten Einfall gehabt zu haben, begab ich mich ins Schlafzimmer. Ich legte mich ins Bett und war beruhigt dank meines schlauen Einfalls.
Am nächsten Morgen beim Frühstück fragte mich mein Mann, wann ich denn letzte Nacht zu Hause angekommen sei. Ich sagte: "Um Mitternacht, wie ich es dir versprochen hatte!"
Er sagte nichts weiter und wirkte auch nicht weiter misstrauisch.
"Ja", dachte ich mir, "gerettet! Er hegt keine Zweifel an meiner Aussage!"
Aber dann sagte er plötzlich: "Ach übrigens, ich denke, mit der Kuckucksuhr stimmt etwas nicht!"
Zitternd fragte ich: "Ach so? Warum denn, mein Schatz?"
Und er antwortete: "Nun ja, gestern Nacht rief der Kuckuck dreimal 'Kuckuck', dann – ich kann es mir gar nicht erklären - schrie er auf einmal 'Scheiße!' und dann rief er noch viermal 'Kuckuck'. Dann übergab er sich im Flur, rief weitere dreimal 'Kuckuck', lachte sich kaputt, rief erneut 'Kuckuck', rannte die Treppe hinauf, trat dabei der Katze auf den Schwanz, stolperte über den Couchtisch, der unter dem Gewicht zerbrach, legte sich schließlich an meiner Seite ins Bett, und - begleitet von einem Furz - stöhnte er ein letztes 'Kuckuck', dann war Ruhe. Kannst ja mal beim Uhrmacher nachfragen, ob das noch zu reparieren ist!"