Tierfreunde erzählen von einem ehemaligen Zirkuslöwen, der sein Futter mit einer kleinen Streunerkatze teilte. Kein Knurren, kein Fauchen – nur ein kurzer Blick, dann schob er ihr ein Stück Fleisch hin, als hätte er genau verstanden, wie hungrig sie war. Mit der Zeit sollen sich die beiden aneinander gewöhnt haben, jeder auf seine Weise gezeichnet vom Leben, und doch ruhig nebeneinander.
Ob die Geschichte bis ins letzte Detail stimmt oder nicht, ist fast egal. Sie erinnert uns daran, dass Güte auch dort überleben kann, wo es früher nur Schmerz und Ausbeutung gab – und dass wahre Herzenswärme keine Sprache braucht.
Welche Komplimente gefallen Frauen sehr bzw. immer?
Ich kann nur für mich sprechen, aber als ich kürzlich an einer Gruppe junger Gentlemen vorbeischritt, lobte ihr Anführer auf charmante Weise lautstark die Ästhetik meines Pos, den er mit dem eher in Akademikerkreisen geläufigen Adjektiv „geil" bedachte und ihm schroff als „Arsch" bezeichnete, wohl, um mich zu beeindrucken, was ihm selbstredend gelang; auch seine Freunde schienen ihm freudig erregt zuzustimmen.
Ich war derart überwältigt von der Finesse dieses Kompliments, dass ich schüchtern weiterging, nicht in der Lage, das Gehörte so schnell zu verarbeiten. Da legte er sogar noch einmal nach und unterstrich meine Weiblichkeit, indem er mich mit einer umgangssprachlichen Bezeichnung meines primären Geschlechtsmerkmals betitelte. Ich war hin und weg, sah ihn und seine Freunde jedoch nie wieder.