Pan-Am-Flug 73 wird entführt. An Bord: Neerja Bhanot, gerade einmal 22 Jahre alt, Flugbegleiterin mit klarem Kopf und mutigem Herzen.
Die Entführer ermorden noch im ersten Moment einen indisch-amerikanischen Passagier und werfen seine Leiche auf das Rollfeld. Dann zwingen sie Neerja, alle Pässe einzusammeln – sie wollen gezielt amerikanische Staatsbürger herausfiltern.
Doch Neerja widersetzt sich still: Sie versteckt 43 amerikanische Pässe, schiebt manche unter die Sitze, wirft andere heimlich weg – und rettet so Leben, ohne dass jemand es merkt. Nach 17 Stunden Geiselnahme explodiert das Chaos. Schüsse. Rauch. Panik. Doch Neerja läuft nicht davon. Sie reißt die Notausgänge auf – und beginnt, Menschen zu evakuieren. Sie stirbt, während sie drei amerikanische Kinder mit ihrem eigenen Körper schützt – getroffen von Kugeln, aber standhaft bis zum letzten Atemzug. Eines der geretteten Kinder war damals sieben Jahre alt. Heute ist er Kapitän einer großen Fluggesellschaft – und nennt Neerja seine größte Inspiration. Ihr Mut lebt weiter – in jenen, die durch sie leben durften.
"Ich habe die Einsamkeit gewählt, um mich zu verteidigen. Ich schütze mich vor der Menschheit um mich herum, vor dieser lauten und aufdringlichen Menschheit. Ich lebe umgeben von Tieren, Bäumen, Blumen. Ich habe Pferde, Esel, Widder, Ziegen, Schweine, Hühner, Enten, Gänse, Tauben. Und natürlich Hunde und Katzen. Ich weiß nicht einmal, wie viele es sind... Ich fühle mich der Natur und den Tieren viel näher als den Menschen. Ich gestehe, dass ich die meisten der menschlichen Spezies hasse. Ich habe die Sache der Tiere angenommen, um meinem Dasein hier endlich einen Sinn zu geben. Ich versuche dem Menschen zu erklären, dass die Grausamkeit, die Tieren angetan wird, unwürdig, inakzeptabel, unmenschlich ist… Es ist mir völlig egal, ob die Welt sich an die göttliche B. B. erinnert, die nie göttlich war."
– Brigitte Bardot