Matthew DeMeritt wurde ohne Beine geboren – und doch half er 1981 dabei, eine der berühmtesten Filmfiguren aller Zeiten zum Leben zu erwecken: E.T.
Während die meisten Bewegungen des kleinen Außerirdischen von Puppen oder Stuntdarstellern übernommen wurden, war es Matthew, der dem Charakter in den Ganzkörperszenen seine unverwechselbare, leicht unbeholfene Gangart verlieh – laufend auf seinen Händen.
Er bekam die Rolle eher zufällig: Bei einer Physiotherapie in Kalifornien suchte Spielbergs Team nach jemandem mit genau seinen Fähigkeiten. Sie filmten ihn, wie er sich auf den Händen fortbewegte – und entschieden spontan: Er ist perfekt für E.T.
Am Set trug Matthew einen etwa 1,20 Meter hohen Gummianzug. Er sah durch kleine Öffnungen in der Brust, während der E.T.-Kopf über seinem eigenen befestigt war. In besonders schwierigen Szenen, wie der ikonischen Bier-Szene, fiel er mehrfach zu Boden – stets unter Spielbergs wachsamen Augen.
"Spielberg kam zu mir und fragte: Alles in Ordnung? Glaubst du, du könntest einfach geradeaus in den Schrank laufen – und voll aufs Gesicht fallen?‘", erinnerte sich Matthew lachend.
Heute gilt er als wahrscheinlich letzter lebender Darsteller, der den originalen E.T.-Anzug getragen hat. Lange Zeit blieb sein Beitrag unbeachtet – bis Jubiläumsaufführungen und Fan-Retrospektiven ihn wieder ins Licht rückten.
Seine Geschichte ist mehr als nur eine Film-Anekdote – sie ist ein Beweis dafür, dass Kreativität, Mut und Zufall manchmal zusammenkommen, um Magie zu erschaffen, die Generationen bewegt.