Im August 1942 brachen Marcelin und Francine Dumoulin, ein Ehepaar aus der Schweiz mit sieben Kindern, zu einem scheinbar gewöhnlichen Tag in den Bergen auf – sie wollten ihre Kühe weiden, wie sie es unzählige Male zuvor getan hatten. Doch diesmal kamen sie nie zurück. Trotz intensiver Suche blieben sie verschwunden. Ihre Kinder wurden getrennt, wuchsen bei Pflegefamilien auf, während das ganze Dorf Jahrzehnte lang mit der Ungewissheit lebte: Was war mit Marcelin und Francine geschehen?
Erst 75 Jahre später brachte das Schmelzen eines Gletschers die Wahrheit ans Licht. Ein Arbeiter entdeckte auf dem Eis in der Nähe eines Skilifts etwas Ungewöhnliches: alte Gegenstände, eine Glasflasche, ein Paar Schuhe – eines groß, das andere klein. Kurz darauf stieß man auf zwei gefrorene Körper, jahrzehntelang im Eis konserviert. Eine DNA-Analyse bestätigte schließlich das, woran niemand mehr zu hoffen wagte: Es waren Marcelin und Francine.
Vermutlich waren sie damals in eine Gletscherspalte gestürzt und wurden sofort vom Schnee begraben. Der Gletscher bewahrte ihre Körper all die Jahre, eingefroren in der Zeit – bis der Klimawandel das Eis zurückweichen ließ.
Bei uns um die Ecke ist eine Pizzeria. Den Besitzer kenne ich schon, seit ich ein Kind bin - er ist einfach ein herzensguter Mensch. -
Mittlerweile wohne ich mit meinem Freund zusammen und nicht mehr in dem Viertel, in dem die Pizzeria ist. Mein Freund und ich hatten eine ziemliche Krise und ich brauchte einfach etwas Ablenkung und eine gute Pizza. Also bin ich hingefahren, habe mich in die Pizzeria gesetzt und mir eine Tonno bestellt. -
Der Besitzer stellte mir dann einen Wein (for free) auf den Tisch und sagte: "Die Pizza geht heute aufs Haus. Dir geht es nicht gut, Fiorella." - (Kleines Blümchen, so hat er mich schon als Kind genannt.) - "Und das sehe ich. Egal, was es ist, es wird schon wieder." -
Er zwinkert mir zu, legte seine Hand auf meine Schulter und ging wieder an die Arbeit. Und irgendwie hat es mir geholfen und er hatte recht. Es wurde wieder. Aber jetzt weiß ich, wohin ich komme, wenn es mir nicht gut geht.
Ich bin dankbar für solche Menschen.