Zum nachdenken
DER STOLZ, MENSCHEN ZU PFLEGEN.
Heute habe ich wieder ′′ Arschputzer ′′ gehört. Nicht das erste Mal, dass ich es höre. Und ich habe das Bedürfnis, meine Arbeit zu erklären und in die Welt zu schreien, wie stolz ich auf meine Arbeit bin.
Ja, meine Damen und Herren, stolz darauf, unter anderem Hintern zu säubern, Nägel zu schneiden, Köpfe zu waschen, anzuziehen, zu duschen, zu füttern und sich um Menschen zu kümmern.
Ja, MENSCHEN, die das nicht alleine können und Hilfe brauchen.
Aber lasst es uns zusammenfassen als
′′Arschputzer ".
Ich bin schon ein bisschen müde von den negativen Kommentaren dieses Ausdrucks, der eng mit meinem Beruf zusammenhängt. Es ist schon klar, dass wir nicht alle dafür geeignet sind. Zum Beispiel könnte ich nicht an etwas arbeiten, wo ich mich selbst anlügen würde, wie ein Banker oder so. Und trotzdem ist das ein sehr wertvoller Beruf, im Gegenteil, meinen über andere zu stellen wäre so ziemlich armselig.
Nun, ich hoffe, dass die großen Mehrheit nie jemand braucht, um sich pflegen zu lassen. Aber ich sage den meisten, die unseren Beruf so abwerten, dass ich, wenn die Zeit gekommen ist, bereit bin, euch zu helfen und euch die bestmögliche Lebensqualität zu verschaffen, immer mit guter Laune und Liebe.
Jetzt entscheidet ihr, welche Arbeit wirklich wichtig für Leute wie mich oder euch ist, aber bitte verwendet nicht den Ausdruck
′′ Arschputzer ′′ , denn vielleicht muss es eines Tages jemand für euch tun und glaubt mir, dass ihr darüber dankbar sein werdet.
Unterzeichnet: eine Pflegeschwester
Was ich mich in einem Leben
zwischen 3 Kindern, die zu
Schule, Kita und Hobbys
gekarrt werden müssen, Job,
Haushalt, Hund, Ehrenämtern
und Garten frage, ist, wie es
andere Eltern schaffen, ihren
Partner zu betrügen. Ehrlich,
woher nimmt man die Zeit?
Und die Energie?
Ich überlege schon die ganze Zeit, wie kann ich meinen 120 Hühnern nur begreiflich machen, dass die 3 Füchse, die Asyl im Hühnerstall suchen, nichts Böses im Sinn haben? Die sind eben etwas anders, haben einen anderen Hintergrund und brauchen Hilfe. Und es sind ja auch nur drei Füchse. Und was sie mitbringen ist wertvoller als Gold, sagt der Nachbar-Bauer. Sie möchten sich integrieren, alles annehmen und werden sicher die Hühner motivieren noch mehr Eier zu legen, damit ich vom Verkaufserlös Futter für die Füchse kaufen kann. Also meinen Hühnerstall auf, rein mit den Füchsen und ich erkläre den Hühnern: "Wir schaffen das"! Bei der täglichen Kontrolle stelle ich fest, dass viele Hühner völlig verstört auf den höchsten Stangen saßen. Auch die Anzahl der Hühner hat sich reduziert, wobei sich die Anzahl der Füchse erhöht hat. Also erklärte ich weiterhin, dass der Hühnerstall nicht verschlossen wird und wir den Füchsen die Hühnersprache und die kulturellen Ansichten ihrer Art nur näher bringen müssten, um weitere Missverständnisse zu vermeiden. Die Hühner -gewohnt, Befehle unkritisch zu übernehmen- nickten gehorsam und ich verließ den Stall wieder. "Am nächsten Tag zählte ich nur noch ein Huhn und mittlerweile die doppelte Anzahl an Füchsen... Jetzt wurde mir endlich klar, dass die dummen Hühner nicht integrationsfähig sind. Hätten sie schnell die Sprache der Füchse gelernt, hätten sie überlebt. Ich verstehe die Hühner nicht, wie kann man nur so dumm sein?